Medien lassen sich heute aus der Schule nicht mehr wegdenken. Während Film und Audiodateien bereits seit Jahren das Unterrichtsprogramm unterstützen, gehören an vielen Schulen heute auch die Nutzung von Computern, Software und das Internet zum Schulalltag dazu. Gleichzeitig kommen jedes Jahr zahlreiche neue Geräte und Anwendungen hinzu: Das interaktive Whiteboard (IWB) beispielsweise hält vermehrt Einzug in deutsche Schulen und auch soziale Netzwerke und Online-Plattformen werden immer häufiger für den Unterricht genutzt.
Sind diese Anwendungen und Geräte sinnvoll?
Handelt es sich bloß um technische Spielereien oder bringen sie einen didaktischen Mehrwert?
Und haben sie das Potential, Schule und Unterricht zu verändern - möglicherweise zu verbessern oder zu vereinfachen?
Welche Potentiale das Web 2.0, interaktive Whiteboards und vieles mehr für den Unterricht bergen, welche
Herausforderungen diese neuen Medien gleichzeitig mit sich bringen, aber vor allem welche neuen Handlungsfelder sich für LehrerInnen eröffnen, wird im Rahmen des Projektes "Medienkompetenz macht
Schule" erkundet, vorgestellt und praktisch erarbeitet.
Vor allem praxisorientierte Workshop-Einheiten werden für Lehrer/innen angeboten, die an die neuen Technologien heranführen und die neuen Handlungsfelder an konkreten Unterrichtsbeispielen
erfahrbar machen.
Mit dem im Jahr 2007 gestarteten Programm „Medienkompetenz macht Schule“ will das rheinland-pfälzische Bildungsministerium nicht nur die informationstechnische Infrastruktur einzelner Schulen verbessern.
Mit dem Programm wird ein breites Bündel von Maßnahmen gestartet, das weit über den Kreis der Projektschulen hinaus die Medienkompetenz von Schülern, Lehrkräften und Eltern steigern soll.
Neben der gezielten Fortbildung der Lehrkräfte zum Einsatz der Medien werden Elternfortbildungen angeboten, um den Eltern das nötige Hintergrundwissen zu vermitteln und sie in ihrer Erziehungsarbeit zu unterstützen und einzubinden.