Eigenverantwortliches Arbeiten (EVA)


Dreh- und Angelpunkt der angestrebten neuen Lernkultur ist das eigenverantwortliche Arbeiten und Lernen der Schüler innerhalb der Lerngruppe, kurz „EVA" genannt. Das Ziel ist eine möglichst wirksame Erreichung der Schlüsselqualifikationen (Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz).


In einem Unterricht, in dem vorwiegend der Lehrer auswählt, strukturiert, interpretiert, analysiert, argumentiert, fragt, kontrolliert, kritisiert, organisiert, Probleme löst und in sonstiger Weise das Lernen managt und dominiert, können die Schüler diese Qualifikationen naturgemäß nicht leicht erwerben.

Je selbstständiger, zielstrebiger, kreativer, verantwortungsbewusster, disziplinierter, methodenbewusster, kommunikations- und kooperationsfähiger die Schüler werden, desto mehr können sich die zuständigen Lehrkräfte im Unterricht zurücknehmen und persönliche Entlastung erfahren.

So gesehen ist das eigenverantwortliche Arbeiten und Lernen (EVA) eine recht lohnende Angelegenheit - nicht nur für die Schüler, sondern auch für die Lehrer.


Wichtig für das Funktionieren eines eigenverantwortlichen Arbeitens ist

-        zum einen das Einüben elementarer Lern- und Arbeitstechniken wie Markieren, Entnehmen von Schlüsselwörtern, Strukturieren und Visualisieren,

-        zum zweiten das Training grundlegender Argumentations- und Kommunikationstechniken bis hin zur Rhetorik und zum Präsentieren und

-        zum dritten schließlich die systematische Kultivierung von Teamfähigkeit und Gruppenunterricht durch vielfältige Übungen und Reflexionen.

Ohne diese methodenzentrierte Übungs- und Klärungsarbeit steht das eigenverantwortliche Arbeiten und Lernen der Schüler auf tönernen Füßen.